Schlagwort: Flusslandschaft

Hochwasser und Flutereignisse, oder: Die Relevanz aktueller Geoinformationen

Erst Ereignisse wie in den vergangenen Wochen lenken die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf Themen wie Hochwasserschutz, die Organisation in Katastrophenszenarien, oder die vorhandenen Konzepte für Überflutungen/Überschwemmungen.

Ingenieure, Wissenschaftler und Ökonomen aus den diversen, betroffenen Fachgebieten (Stadtplanung, Wasserwirtschaft, Umweltschutz, Versicherungsbranche, Landschaftsarchitektur uvm.) wissen jedoch längst: die Risiken extremer Hochwasserereignisse lassen sich minimieren.

Prävention im Vorfeld, aber auch die Führungskompetenz und die Übernahme von Verantwortung im Alltag gelingt uns ausschliesslich dann, wenn wir die richtigen und aktuellen Informationen haben.

Hier kommen Drohnenvermessungen in’s Spiel. Sie sind kurzfristig verfügbar, erfassen berührungslos und großflächig und mit ihren unterschiedlichen Sensoren sind sie für verschiedene Aufgaben einsetzbar.

Neben verschiedener Spezialdaten (Multispektral, Thermal, Sonar/Echolot, Gasdetektion etc.) soll hier erneut auf die Bedeutung von räumlichen (3D) Daten von Gelände, Bauwerken, Gewässern eingegangen werden.

Wir erfassen in einem einzigen Vermessungsflug mehrere Hundert Hektar Gelände und simulieren am Computer verschiedene Risikoszenarien. In solchen “Hydraulischen Modellen” werden z.B. Überschwemmungsgebiete ermittelt, indem Daten zur Geländeoberfläche (Topographie), zur Beschaffenheit dieses Geländes (Vegetation, Bebauung), aber auch Informationen zu Niederschlag und Wasserabfluss (Hydrologie) ausgewertet werden. Dabei wird am Computer ein detailliertes digitales Modell des Geländes und des Flusslaufs erstellt, mit dem simuliert wird, wie das Wasser bei einem Hochwasserereignis voraussichtlich abfließen wird. Die Überflutung wird also schrittweise simluliert, um Überschwemmungsgebiete darzustellen. Damit können die Grenzen, die Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten der verschiedenen Hochwasserszenarien ermittelt werden.

Hier ein Simulationsbeispiel der Stadt Dresden.